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Exoten im Garten

Exoten aus dem subtropischen Raum oder Klimaten, die nicht dem Unseren entsprechen, versuchen wir an unser teils doch manchmal sehr raues Winterklima zu gewöhnen. Teilweise erfolgreich aber auch zum großen Teil ohne Erfolg, wenn ein Winter mit Minustemperaturen von unter 15 oder 20 Grad alle Bemühungen zunichte gemacht hat.
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Diese Passionsblume (auf Nachbars Grundstück) hat, gut gegen Frost geschützt, schon mehrere nicht zu kalte Winter trotz Eis und Schnee überlebt und hat im Folgejahr diese Blütenpracht wieder hervor gebracht.
Zur Sicherheit haben wir immer einige Ableger bewurzeln lassen, um im Falle des Verlustes der Pflanze Ersatz zu haben. Das hat dazu beigetragen, dass im Jahr 2011 die Nachkommen der ursprünglichen Pflanze erneut zu bestaunen sind obwohl die Mutterpflanze die eisigen Temperaturen von unter -20ºC des letzten Winters nicht überlebt hat.
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So unscheinbar sehen die Knospen und Blüten der Kaki aus, und doch werden daraus sehr schön geformte und vor allem äußerst schmackhafte Früchte wenn ...
Ja, wenn der mitteleuropäische Sommer dieses zulässt. Noch viel kritischer ist allerdings der Winter. Einen milden Winter konnte unsere Pflanze noch überstehen, aber der lange Winter 2009/2010 mit seinen Temperaaturen bis an -20ºC war zu viel für den noch jungen Baum. Diesen Winter hat er leider nicht überlebt, obwohl er durch Umhüllungen und dicke Laubschichten geschützt war. Schade!
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Ingwer, in jedem guten Obst- und Gemüsegeschäft zu haben, kann auch selbst angebaut werden.
Man braucht dazu nur ein Rizom aus eben diesem Gemüsegeschäft, einen nicht zu kleinen Blumentopf, Erde und etwas Geduld. Das Ingwer-Rizom wird leicht mit Erde bedeckt, immer leicht feucht gehalten und kann im Sommer über im Freien oder im Gewächshaus und in der kälteren Jahreszeit auf dem Fensterbrett oder im Wintergarten gezogen werden. Belohnt wird man mit frischen und aromatischen Ingwerknollen.
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Frische Feigen aus eigenem Anbau - warum nicht! Wer die Möglichkeit hat, die Feigen ohne größere Minustemperaturen zu überwintern, kann sich im Folgejahr schon sehr zeitig über recht große, ausgereifte und süße Früchte freuen. Besonders günstig ist ein heller Wintergarten, um die Früchte gut ausreifen zu lassen. Zu beachten ist, dass die Pflanzen ihre Winterruhe bekommen und nicht zu warm stehen.
Selbst die in Katalogen oft und gern als winterhart angepriesenen Feigen vertragen, nach eigener Erfahrung, nur geringe Minustemperaturen. Diese sollten ebenfalls, wie oben bechrieben, behandelt werden. Die Vermehrung erfolgt vegetativ, wobei nicht jedes Reis auch zu einer Pflanze wird. Zumindest die bei einem Gärtner in Südtirol gekauften Pflanzen ließen sich so vermehren. Davon haben bereits Freunde und wir selbst profitiert, indem wir unseren Feigenbestand erneuern und erweitern konnten.
img Was vor mehr als 30 Jahren mit dem Kauf einer einzigen Knolle, die in einem Blumenkasten im Wohnzimmer zu einer Ranke von mehr als 3 Metern heranwuchs, begann, wird heute in unserem Garten in großen Blumentöpfen, Kästen oder direkt im Freiland kultiviert. Ein Rankgerüst ist dabei in die Töpfe oder Kästen einzusetzen. Die Knollen müssen vor dem Frost geschützt und über den Winter trocken und kühl gelagert werden. Ausführliche Pflegehinweise gibt es z.B. hier
img Die Trompetenblume oder Jasmintrompete, nicht zu verwechseln mit der Engelstrompete, ist seit fast zwanzig jahren in unserem Garten beheimatet und hat die teilweise strengen Winter mit bis zu -20ºC problemlos überstanden. Durch die Pflanzung auf der Westseite der Garage ist sie vor den eisigen Ostwinden relativ gut geschützt. Auch eine zweite, gelbe Trompetenblume , die nicht diesen Schutz genießt, ist inzwischen zu einer großen Pflanze herangewachsen und erfreut uns jeden Sommer mit ihren herrlichen Blüten.
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Aus einem Urlaub in Südtirol haben wir vor einigen Jahren eine Lagerstroemia (rot) mitgebracht, der etwas später ein weißes Exemplar folgte. In unseren Breiten ist es ratsam, die Kübelbepflanzung der Pflanzung ins Freie vorzuziehen. Sie vertragen zwar einige Minusgrade, dürften aber längere Frostperioden mit starken Kältegraden, wie sie in der Lausitz hin und wieder vorkommen, nicht überstehen. Wir überwintern die Lagaerstroemia in der Regel am Fenster in der Garage, nehmen diese aber bei Frösten unter -10ºC in den Keller. Ein Versuch im Winter 2015/2016, die Pflanzen im Freien überwintern zu lassen, hat gezeigt, dass die Lagerstroemia durchaus auch Minustemperaturen vertragen kann. Dazu wurde sie im Garten ausgepflanzt und nicht im Topf belassen.
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Unter "normalen" mitteleuropäischen Verhältnissen ist die Bayernkiwi problemlos zu kultivieren. Stellen sich im Frühjahr Spätfröste ein wie im Jahr 2011, führt das zum Totalausfall der Ernte. Blätter und Blütenstände sind erfroren, ein Neuaustrieb hat aber keine neuen Blüten hervorgebracht.
Ein Tipp: Machen Sie doch einmal Kiwi-Konfitüre - einfach lecker!